Computerviren, die ständigen Begleiter der E-Mails.
©August 2002 Marko Rogge

Mit diesem Bericht möchte ich allen Interessierten einen kleinen Einblick geben, welche Viren es gibt, welche Verbreitung diese finden und wie schnell in der heitigen Zeit ein Virus programmiert werden kann.
Bitte achten Sie darauf, dass Sie dieses Wissen nicht für kriminelle Handlungen missbrauchen, da solche Handlungen unter Strafe stehen.
Zunächst zeige ich Ihnen die weitverbreitetsten Virenarten auf und werde kurze Erklärungen dazu liefern was diese anstellen können.

Bootsektorviren: Diese Art der Viren hat es in sich. Sie vermehren sich fast immer über eine Diskette in dem Sie als Anwender eine Diskette mit Informationen eines Kollegen bekommen. Diese Diskette ist aber mit einem Boot-Virus infiziert und während Sie die Diskette in das Laufwerk schieben, schreibt sich der Virus automatisch und unmerklich in den Bootsektor der Festplatte und wird somit beim nächsten Einschalten des Computers geladen und kann seine zerstörerische Wirkung entfalten. (Festplatte löschen, Systemdateien zerstören etc.)
Diese Art der Viren kommt aber fast gar nicht mehr vor, wenn dann nur noch sehr selten.

Hybridviren: Diese Art der Viren können sowohl den Bootsektor infizieren als auch Programmdateien zerstören.
Auch diese Form der Viren trifft man im Internet nur noch sehr selten an.

Killerviren: Sind eine recht gefährliche Mischung, da diese oftmals einen Zähler beinhalten und erst nach "vorprogrammierten" Infektion des Systems die restliche Zerstörung beginnen. Hierbei wird die FAT (Datei- und Festplattenmanagement Windows) benutzt und umgeschrieben, sodass die Dateien noch auf dem System liegen jedoch aber nicht mehr lesbar sind.

Makroviren: Diese Art ist sehr häufig in Office-Anwendungen von Windows zu finden. Sie übertragen sich durch VBS Elemente und führen, anstelle des Befehls "schreiben", den Befehl "formatieren" aus.

Zeitbomben: Ist eine Art Virus, die sich wie einer der genannten Viren in der Schadensfunktion verhält, jedoch aber an einem bestimmten Tag erst aktiviert werden.

Viren Construktion Kit: Diese "Baukästen" sind gerade in den letzten Wochen sehr attraktiv und interessant geworden, da es ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Internet ist. Mit dem "Baukasten" oder "Construction-Kit" kann jeder der über Englischkenntnisse verfügt, einen Virus "basteln" und versenden kann und sich dabei aussuchen kann, welche Schadensfunktionen ausgeführt werden sollen.

HOAX Mails: Was genau sind HOAX Mails und was sollen diese bezwecken? Man versteht darunter auch den Begriff Malware der für schädliche Programme und Scripte steht aber diese Meldungen nicht echt sind. Es gibt die dort gemeldeten Viren und/oder Trojaner nicht. Sie werden lediglich mit dem Zweck verbreitet um die Mailwege und E-Mail-Boxen zu verstopfen.
Eine Übersicht über aktuelle und alte HOAX Meldungen finden Sie hier.(TU-Berlin)

Dies sind bei weitem nicht alle Viren die auftreten können und die bekannt sind, aber so haben Sie einmal eine kleine Übersicht über die häufigsten Virentypen, die auftreten können.
Neuerliche Vertreter sind ebenfalls Mischungen aus Viren und Trojanern, bei dem der Trojaner angewiesen werden kann, nach ausspionieren des Opfers, die Festplatte zu zerstören.
Hier einige Beispiele:

- VBS_VBSWG.Z
- V32-W97M/Hlam.A
- VBS/NightFlight.A
- W97M/Apoc.A
- W97M/CoolDown.A
- Badtrans
- W32/Matcher
- W32/MTX
- W32.Hybris
- W32/Kriz

Ich möchte Ihnen hier kurz ein Viren Kit vorstellen, dass eine sehr gute Übersicht der Möglichkeiten bietet.

Was ist das gefährliche an den sogenannten Viren Construktion Kits, mit denen man spielend leicht einen eigenen Virus herstellen kann um diesen in Umlauf zu bringen?
Ein Beispiel hierfür wäre das Next Generation Virus Construktion Kit von Snakebyte, kurz NGVCK genannt.
Hiermit lassen sich Viren selbst generieren, die aber bei diesem Kit nicht gleich funktionstüchtig sind.
Beim NGVCK sind Programmiererkentnisse erforderlich, um den entsprechenden Code dann als Virus zu generieren und zu kompilieren.
Es ist möglich hier den Programmiercode zu lesen und diesen dann nach eigenem belieben umzuschreiben.
NGVCK dient der Erforschung der Betriebssysteme, inwiefern Schadensroutinen immer noch wirksam sind und welche weiteren möglich sind.
Hier sehen Sie NGVCK von Snakebyte mit einem Beispiel, wie gerade ein Wurm generiert wird und welche Einstellungen vorgenommen werden können.
Die Ausgabe erfolgt jedoch nicht in einer direkten *.exe Datei, sondern hier in eine *.asm Datei die in das Verzeichnis des Programmes abgelegt wird.

Wurde der Wurm nun in die oben genannte *.asm Datei geschrieben kann man sich den Source-Code genau ansehen und entsprechend weiter verarbeiten.
Ein Programmierer kann den Code entsprechend compilieren/assempilieren und erst somit zu einem echten Virus machen.
Hier ein Auszug aus dem Testvirus in dem sehr deutlich erkennbar ist, welche Schadensroutine der Wurm nehmen soll und welche Systeme betroffen sind, wenn der Virus mit dem dann angegebenen Namen verschickt wird.

Wer sich gerne in der Programmierung und dem Testen seines Computers ausprobieren möchte, der kann das Programm kostenlos unter folgender Adresse downloaden: http://www.kryptocrew.de/snakebyte.
In meinem Beispiel habe ich die Version 0.44 Beta verwendet, die aber derzeit schon in der Version 0.45 Beta erhältlich ist.

Teilweise ist es bereits erfolgreich geschehen wie uns Viren zeigten, die wohl keine große Schadenswirkung bewirkten aber sich rasant ausgebreitet haben.
Ein Beispiel hierfür ist der Virus VBS.Kournikova.
Auch dieser VBS Virus ist mit einem sogenannten Construktion Kit fertig erstellt.
Dieses Kit was hierbei benutzt wurde heißt VBSWG - Visual Basic Script Wurm Genrator.
Einfach generiert in ein VB-Script (Visual-Basic-Script) und an tausende E-Mailadressen verteilt, erreichte dieser Schädling eine schnelle Ausbreitung.
Sie möchten sich weitergehend dazu informieren?
Ich kann Ihnen hierzu die Internetseite von Snakebyte empfehlen die ich oben genannt habe.
Dort befinden sich weitere Texte zu Computerviren, die derzeit auch schon Einzug in die Linux/Unix Welt halten.

Sie vermuten eine Virusdatei auf Ihrem Computer?
Nutzen Sie den Onlinescanner der Firma Ikarus!
Ein ebenfalls sehr guter Onlinescanner ist Houscall von Trend Micro.

Bei Messagelabs erhalten Sie eine Übersicht der aktivsten Viren und Würmer!

Viruslisten:
Ikarus Virenlexikon
TrendMicro
McAfee Avert

Hier eine kleine Auflistung von Programmen, die Sie vor Viren schützen:

Norton Antivus (Symantec) http://www.symantec.de
Trend Micro Anti-Virus, http://www.trendmicro.de
McAfee, http://www.mcafee.de
F-Secure, http://www.datafellows.com
Kaspersky Anti Virus, http://www.kaspersky.com
BitDefender, http://www.bitdefender.com (kostenlose Removal-Tools)
Sophos, http://www.sophos.com
McAfee ASaP, http://www.mcafeeasap.com (Serverbasierende Lösung)
Panda Anti-Virus, http://www.pandasoftware.com

Mein Danke geht an Snakebyte & xaitax

Dieser Bericht ist in guter Absicht und mühsamer Arbeit erstellt worden, daher möchte ich Sie bitten keine Anleitung und/oder andere Texte frei zu kopieren.
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Danke, Ihr Marko Rogge